Erfahrungsbericht mit Tipps, Tools & Tücken – warum ich´s wieder tun würde
Inhaltsverzeichnis
1. Motivation – Steuer einfach mal selbst gemacht
2. Umsetzung – Projekt Steuererklärung und los ging´s
3. Ergebnis – Was gut lief und was nicht so
4. Fahrplan – So kannst du starten
5. Fazit – Warum ich es wieder selbst mache
————————————————————————
Ausblick: Live Webinar (kostenlos) im Januar 2026
Was ist Lexware Office?
Lexware Office ist eine Buchhaltungssoftware für Selbstständige und kleine Unternehmen. Sie ermöglicht eine strukturierte Buchführung, Rechnungsstellung und Auswertung der Unternehmenszahlen. Klassische Buchführungskenntnisse werden nicht benötigt.
Was ist Smartsteuer?
Smartsteuer ist eine Steuer-Software, mit der man einfach, digital und ohne Vorwissen die eigene Steuererklärung erstellen und elektronisch ans Finanzamt übermitteln kann.
Beide Tools lassen sich seit Kurzem direkt verknüpfen.
-> Mehr Infos + Fakten zu Lexware Office + Smartsteuer im Folgebeitrag (erscheint demnächst)
—————————————————————————————————————————–
1. Motivation – Steuer einfach mal selbst gemacht
Ich bin Online Business Assistentin (OBA) und Lexware Office Coach und helfe Selbstständigen wie kleinen Unternehmen bei Dingen wie Administration und Büroorganisation. Viele Arbeitsgänge lassen sich durch digitale Prozesse und Workflows vereinfachen und effizienter, somit energie- und zeitsparender gestalten.
Als Lexware Office Coach und langjährige Selbstbucherin seit Beginn meiner Selbstständigkeit vor > 20 J. lag der Gedanke nahe, warum eigentlich nicht die Steuererklärung in Eigenregie anzugehen.
Ausschlaggebend für meine Entscheidung, es nur wirklich in Angriff zu nehmen, war letztlich ein Artikel von Lexware Office zu Smartsteuer, ihrem neuen Partner. Demnach war es nun möglich, die Jahres-Daten aus der EÜR (Einkommen-Überschuss-Rechnung) von Lexware Office direkt in Null-komma-nix an Smartsteuer zu exportieren und alle notwendigen Schritte bis zur fertigen Steuererklärung online zu erstellen und per Knopfdruck an das Finanzamt zu übermitteln. Ich dann nicht mehr lange gefackelt und – erstmalig seitdem ich mich in 2003 selbstständig machte – ohne Sicherheitsnetz einer Steuerberatung – entschieden, meine Steuer 2024 mit Lexware Office + Smartsteuer zu machen.Gemacht, getan und ja, es war teilweise schon etwas holprig. Aber letztlich ein befreiendes, gutes Gefühl, zumal ich kurz vor Übermittlung meiner Erklärung an das Finanzamt das Ergebnis bereits sehen konnte, eine Erstattung! Kann ich gut gebrauchen und fortan war ich in hoffnungsfroher Erwartung eines positiven Bescheids…nach dem Motto „positiv denken“
2. Umsetzung – los ging´s
Vorbereitungen und Daten-Export – Lexware Office zu Smartsteuer:
- Mit Lexware Office alle Buchungen / Salden des abgelaufenen Jahres geprüft
- Wichtig: Das Buchungsjahr muss abgeschlossen sein: Amtliche EÜR erst ab Jahresende verfügbar
- Im Menü „Buchhaltung → Einnahmen‑Überschussrechnung (EÜR)“ das Jahr ausgewählt.
- Anschließend unter „Amtliche EÜR“ die Option „Daten für Steuererklärung“ bereitstellen, ausgewählt
- Dann habe ich mich Smartsteuer registriert und eingeloggt
- Export von Lexware Office direkt zu Smartsteuer wurde binnen Sekunden ausgeführt. Schon mal gut.
Weiter ging´s:
- Bei Smartsteuer war ich bereits registriert, nur noch einloggen
- Steuerfall angelegt
- Datenimport geprüft und alle Werte einmal grob gesichtet
- Nachbearbeitung wichtiger Positionen/Felder wie geschäftlich genutztes Fahrzeug, private Anteile, Abschreibungen vorgenommen (-> (diese akribischen Dinge dauerten bei mir am längsten).
- Immer den Smartsteuer vorgegebenen Schritten gefolgt.
Hinweis: es ist jederzeit möglich zu den vorherigen Bearbeitungsschritten zurück zu gehen solange nichts versendet wurde.
Sehr hilfreich war die stets sichtbare Gliederung links im Bearbeitungsmodus, von der es möglich war, in andere oder vorherige Menü-Punkte jederzeit zu (über-) springen. Alle Bearbeitungsschritte sind also jederzeit aufzurufen und somit können ggf. Änderungen vorgenommen oder einfach nochmal alles vor Absenden an das Finanzamt gecheckt werden.3. Ergebnis – was gut lief und was nicht so
Was gut lief:
Die Übertragung der Daten zwischen Lexware Office und Smartsteuer lief echt gut und schnell. Super zu sehen, wie die Daten direkt in Smartsteuer übernommen wurden. Die Bearbeitungs-Masken in Smartsteuer sind gut gegliedert und alles in allem anwenderfreundlich gestaltet. Es befinden sich zu den meisten Themen jeweils Hilfe-/Info-Buttons zum Öffnen ohne hin und her springen zu müssen.Was weniger gut lief oder einfach nur zeitintensiver war:
3.1. Datenimport
Da ich mich nicht blind auf den Import verlassen wollte und meinte bei 2-3 Positionen Unstimmigkeiten gesehen zu haben und daraufhin manuell Änderungen vornahm, habe ich den Import bestimmt dreimal wiederholt, weil ich mir nicht sicher war, ob meine Korrekturen okay waren und ich daher lieber einen „frischen“ Import-Status in Smartsteuer haben wollte. Das kostete schon Zeit, ich wollte es ja unbedingt richtig machen.3.2. Betriebliches Fahrzeug
Bei der Übernahme der Daten fiel mir auf, dass mein Fahrzeug bereits komplett abgeschrieben war. Bisher wurde es über die 1 %-Regelung berücksichtigt, dachte ich zumindest. Es wird überwiegend betrieblich genutzt und steht somit im Anlagevermögen. Die 1 %-Regelung gilt auch für vollständig abgeschriebene Fahrzeugen, aber man muss nicht mehr zahlen, wenn der Bruttolistenpreis über den tatsächlichen Kosten liegt. Dann spricht man von Kostendeckelung.Ich hatte mich davor nicht wirklich damit auseinandergesetzt, nach dem Motto, wird schon stimmen, wenn es die Steuerberatung macht und ich fast immer eine Erstattung erhielt, hat es mich nicht gekratzt. Solche Feinheiten kennt eine Steuerberatung aus dem Effeff – als Soloselbstständige musste ich mich da erst selbst einarbeiten und entsprechende Werte manuell einpflegen. Wieder was gelernt, was positiv ist, aber der zeitliche Aufwand, wie Recherche und so war schon nicht wenig.
3.3 Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen & Co.
Da hatte ich anfangs gar nicht dran gedacht, höchstens an Werbungskosten. Da musste ich mich erst einfuchsen, also was mich persönlich/privat betraf – wo finde ich aktuelle Vorgaben, etc.. Das hat ein Weilchen gedauert. Klar, vorher hat das immer mein/e Steuerberater: in gemacht. Es betrifft hauptsächlich:
- Werbungskostenpauschale (1.230 € pauschal, auch ohne Nachweis),
- Sonderausgaben wie Versicherungen oder Altersvorsorge,
- außergewöhnliche Belastungen (z. B. Krankheitskosten),
- haushaltsnahe Dienstleistungen und
- den Grundfreibetrag 2024 von 11.604 €, der automatisch berücksichtigt wird.
(Spoiler: nicht in 15 Minuten – aber ging.) 😄
4. Fahrplan – so kannst du starten…
vorausgesetzt, das wäre auch was für dich:
📌 Du willst es selbst machen? Dann orientiere dich gern an meinem Ablauf oben bei Punkt 2 (Umsetzung – los ging’s).
Dort findest du die konkrete Schrittfolge – von den vorbereitenden Einstellungen in Lexware Office über den Datenexport bis hin zur Bearbeitung in Smartsteuer.🧾 Mein Tipp:
Leg dir vorher alle relevanten Unterlagen bereit (z. B. Belege, ggf. Fahrtenbuch, Versicherungsnachweise) – so kommst du zügig durch und musst später nichts zusammensuchen.💬 Noch Fragen oder unsicher, ob das was für dich ist?
Schreib mir gern eine kurze Nachricht oder buch direkt einen kostenlosen Kennenlern-Termin.
5. Fazit – warum ich´s nächstes Mal wieder mache
Es war anfangs ungewohnt, aber letztlich auch befreiend. Ich hatte alles selbst in der Hand, konnte Prozesse nachvollziehen und habe gelernt, wo ich noch besser arbeiten kann.
Vor allem: Ich habe knapp 1.000 € an Steuerberatung gespart – und mein Bescheid kam am 6.11., nur rund drei Monate nach Einreichung am 30.07.2025. Schneller als sonst…während ich in den letzten Zügen dieses Blogbeitrags bin.
Kleiner Wehmutstropfen: ohne Steuerberatung blieb mir nur bis zum 31.07.2025 Zeit die Steuererklärung 2024 einzureichen, also deutlich weniger Zeit als mit StB.
Solo-Selbstständigen kann ich aus meiner Erfahrung, die Steuererklärung mit Smartsteuer in Verbindung mit Lexware Office selbst zu erstellen, empfehlen.
Wenn dein Business umfangreicher, deine Buchhaltung komplexer oder eine GmbH und kein Einzelunternehmen ist, also du kein:e „typische/n“ Solo-Selbstständige/r bist, kommt es für dich wahrscheinlich nicht infrage, sondern eine SteuerBeratung.Smartsteuer schrieb tatsächlich heute – kein joke:
„Glückwunsch“ Du bekommst mehr zurück als gedacht.“Doppel-Freu über die Erstattung und mindest genauso dass alles okay ist, keine Rückfragen, keine Fehler und Steuerbescheid liegt auch schon als proof in meinem Smartsteuer-Konto.
🔔 Bald verfügbar: Mini-Video-KursIch arbeite gerade an einem kompakten Video-Kurs, der dich Schritt für Schritt durch die digitale Steuererklärung führt – von der Buchhaltung mit Lexware Office bis zur Abgabe über Smartsteuer.
Ideal für Solo-Selbstständige, die ihr Finanzen smarter organisieren möchten.
Auch wenn du nicht mit Lexware Office arbeitest, könnte der Kurs für dich interessant sein: Der zweite Teil zur Steuererklärung mit Smartsteuer funktioniert unabhängig davon – du kannst deine Zahlen auch manuell eintragen. Die automatische Datenübernahme aus Lexware Office ist zwar komfortabel, aber nicht zwingend erforderlich.
📌 Mehr Infos folgen bald!
💬 Noch Fragen oder Lust, selbst einzusteigen?
Wenn du das Thema selbst angehen willst, aber noch Rückfragen hast oder dir bei bestimmten Punkten Unterstützung wünschst: Schreib mir einfach oder buch direkt einen kurzen Termin. Unkompliziert & völlig kostenlos.
